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IMPRESSUM

Anekdoten

Die schönsten Pleiten, Pech und Pannen der letzten Jahre:

In einem Jahr wollte der WDR uns beim Holen der Maibäume im Wald filmen und darüber dann berichten. Der Höhepunkt sollte dann eine Liveschaltung beim Aufstellen des Dorfbaumes sein. Da im Wald aber grundsätzlich irgendetwas schief läuft bzw. länger dauert, als man plant, geriet der fein erstellte Zeitplan des WDR-Teams völlig aus den Fugen. Zum Zeitpunkt der geplanten Liveschaltung waren wir noch mitten im Wald, und nicht wie vorgesehen am Dorfplatz. Statt Livebildern vom Baumaufstellen wurden dann unsere Maifrauen interviewt. Erst einige Stunden später konnte der WDR dann in einer späteren Sendung das Aufstellen eines Baumes, jetzt des Königsbaumes, live zeigen. Begeistert war das Team vom ganzen Ablauf allerdings nicht.

In einem Jahr ging die Maitour ins Sauerland. Für die Fahrt dorthin wurde ein Busunternehmen verpflichtet. Allerdings scheinen die Busse dieser Firma, zumindest der, der uns gefahren hat, nicht für das Sauerland gebaut worden zu sein. Einige Steigungen gingen nur in Zick-Zack-Fahrt und Schrittgeschwindigkeit, so dass wir schon befürchteten, zum Schieben aussteigen zu müssen. Letztendlich kamen wir dann aber doch noch sicher an.

Einem Maimann sollte mal eine Karre Mist vor die Tür geschüttet werden, da er seine ersteigerte Frau nach der Versteigerung sitzengelassen hatte. Dazu machte man sich, bewaffnet mit einer Schubkarre Mist, zu Fuß auf den Weg von Habbelrath nach Horrem, wo der Junge wohnte. Dort wurden wir aber schon von der Polizei erwartet. Nach kurzem Diskutieren und Erklären wurde uns erlaubt, eine handvoll Mist vor der Tür zu deponieren. Mit dem Rest mussten wir unter strengen Blicken der Ordnungshüter wieder Richtung Habbelrath abziehen.

Beim Wecken am Maifestsonntag marschierte ein Maimann so konzentriert, eventuell auch noch leicht besoffen, vor sich hin, dass er einen Laternenmast übersah. Glücklicherweise trug er eine Kiste Bier vor sich her, so dass er damit und nicht mit seinem Schädel gegen die Laterne lief. Man sagt, der verdutzte Blick, den er der Laterne daraufhin zuwarf, muß göttlich gewesen sein.

Die z.Z. stetig steigende Anzahl an Maipaaren führt mit unter auch zu Problemen. So waren einmal auf einem Maifest für uns nicht genügend Plätze reserviert, da man wohl trotz Ankündigung nicht mit so vielen Habbelrathern gerechnet hatte. Kurzerhand „opferten“ sich die Maimänner für Ihre Frauen und marschierten direkt durch zur Theke. Somit war für alle Frauen Platz an den reservierten Tischen und alle waren zufrieden. Die Männer vielleicht sogar ein wenig mehr als die Frauen.

Beim Holen der kleinen Maibäume stand man plötzlich vor einer verschlossenen Schranke, die sonst eigentlich immer offen gewesen war. Da mein keinen Schrankenschlüssel dabei hatte, wurde schnell jemand telefonisch dazu verdonnert, zum Förster zu fahren und einen solchen dort zu organisieren. Kurz bevor dieser aber bei den beiden Wartenden eingetroffen war, hatte einer der Beiden an der Schranke noch mal rumgespielt und dabei festgestellt, dass diese nur eingerastet, aber nicht verschlossen war. Man beschloß jedoch schnell, dies für sich zu behalten, um nicht als Volldeppen dazustehen. Mit dem eingetroffenen Schlüssel fummelten sie dann kurz im Schloß rum und taten so, als würden sie die Schranke aufschließen, bevor sie die schließlich öffneten.

Normalerweise wird das Festzelt immer erst am Dienstag nach unserem Maifest abgebaut. Somit haben wir montags genug Zeit, das Zelt abzuschmücken, aufzuräumen und unsern Kram da rauszuholen. In einem Jahr jedoch teilte der Zeltverleih am Maifestsonntag kurzfristig mit, dass er schon am nächsten Morgen um 7:00 Uhr anfangen wolle, das Zelt abzubauen. Glücklicherweise zeigte sich hier dann der gute Zusammenhalt der Maigesellschaft. Kurzerhand wurde direkt nach dem offiziellen Ende des Maiballs damit begonnen, das Zelt aufzuräumen. Teilwiese hatte man sich schnell zu Hause umgezogen, teilweise aber wurde noch im feinen Anzug mit angepackt. Ob dies das dann alle unbeschadet überlebt haben, kann hier allerdings nicht gesagt werden. Auf jeden Fall war das Zelt morgens leer und aufgeräumt. Danke nochmal allen, die mit angepackt haben !!!

Bei eben diesem Aufräumen hatte ein Junge sein Auto über die Eingangsrampe ins Zelt gefahren, um es dort mit allem möglichem Kram voll zupacken. Was er nicht bedacht hatte, dass der Wagen, ohnehin schon tiefer gelegt, durch die Beladung der Erde nun noch etwas näher gekommen war. Im Klartext heißt das, was beim Reinfahren noch gut gegangen war, klappte nun beim Rausfahren nicht mehr. Der Wagen blieb an der Kante hängen. Beim anschließenden Versuch, den Wagen wieder frei zu bekommen, riß er schließlich den ganzen Türrahmen samt Tür aus dem Zelt. Glücklicherweise kippte diese nicht sofort um, und somit auf den Wagen, sondern erst, nachdem er außer Reichweite war. Den kurz darauf anrückenden Zeltabbauern musste er dann zu allem Übel auch noch den durch diese Aktion verbogenen Türrahmen erklären. Unter lautem Fluchen und mit einigen gezielten Hammerschlägen wurde dieser (gemeint ist der Rahmen und nicht der Junge) aber kurzerhand wieder in Form geprügelt.

Bei der Verlosung am Grefrather Maifestsonntag gewann ein Habbelrather Maimann einen Wischmopp. Ihm wurden daraufhin von einem anderen Maimann 10 Liter Bier angeboten, wenn er diesen am darauf folgenden Wochenende im Habbelrather Festumzug mitführen würde. Da man sich in Habbelrath 10 Liter natürlich nicht so schnell entgehen lässt, sah man ihn eine Woche später mit dem Wischmopp in der Linken und seiner protestierenden Maifrau in der Rechten durch Habbelrath ziehen.

Immer wieder beliebt ist bei der Maigesellschaft, nach dem Besuch anderer Maifest, den Tag bei McDonald ausklingen zu lassen. Von den verdutzten Gesichtern der anderen Gäste und der Belegschaft, wenn wir in voller Maifestgarnitur da aufkreuzen, einmal abgesehen war es eine beliebte Disziplin, die ungeliebten Gurkenscheiben der Hamburger geschickt an die Decke zu flitschen. Mehr als einmal sind wir deswegen beinah oder sogar tatsächlich aus dem Laden geflogen. Aber zum Glück gibt es ja mehr als einen McDonald in der näheren Umgebung, so dass wir auf diesen Spaß deswegen nicht verzichten musste.

Am Abend der Versteigerung wurde während des Ausrufens bei der neuen Maikönigin auf mysteriöse Art und Weise ein Bierfaß entwendet. Was die Täter aber nicht bemerkt hatten: Das Faß war leider leer. Von Täter sowie gestohlenem Faß fehlen bis heute jede Spur.Am Montag während des Umtrunks beim König spielte der Dörpremmel im feinen Sonntagsanzug Fußball. Ergebnis: Er hat besser gehalten als seine Hose.

Habbelrather kennen keine Gnade. Schon am Abend des Krönungsballs hatten trinkfreudige Habbelrather die Sektbar trocken getrunken. Doch hatte man Mitleid mit dem Zeltwirt und half ihm mit eigenen Schätzchen aus den privaten Weinkellern über die Runden.

Am Tage des Maiumzugs wurde ein Maimann von seiner Maifrau vermisst. Er war schon seit mehreren Stunden überfällig. Aus Sorge um ihn und der Teilnahme am Festumzug rief sie den ersten Vorsitzenden an. Nach kurzer Suche wurde der Vermisste schlafend neben der Bushaltestelle gefunden. Er hatte sich dort zu einem ungewollten Ausnüchterungsschläfchen nieder gelassen.

Nach der Krönung fiel im Zelt das Licht aus. Dank der spontanen Einlage des Trompeters (Guten Abend, gute Nacht) konnte diese Panne überbrückt werden. Zum Glück hatten die Habbelrather Elektriker den Schaden schnell behoben und das Fest konnte mit ungetrübter Stimmung weiter gehen. Viele Gäste haben dies sogar für eine geplante Aktion gehalten.

Früher benutzten die Maimänner den Ginster aus dem Garten des Herrn Pastors (Old Joe), um die Sträuße ihrer Maifrauen schöner zu gestalten. Ob er davon wusste und ob der Ginster nun geklaut oder geliehen war, daß sei an dieser Stelle mal dahin gestellt.

Beim Maiumzug hatten die Paare eingeführt, daß man sich während des Umzugs mehrmals um die eigene Achse drehen sollte. Leider trat sich bei diesen Pirouetten eine Maifrau in den Saum ihres Kleides und fiel genau auf den Hintern. Maifrau sowie Kleid blieben jedoch unversehrt.

Für eine Adjutanten war die Kranzniederlegung wohl mit solch starkeen Aufregungen verbunden, daß er sich dabei in die Hose machte.

Der eingeschlafenen Maibaumwache wurde kurzerhand Zelt und Bier geklaut. Als sie dann später erklären sollten, wo denn die Sachen geblieben sind, konnte man Märchengeschichten hören, wie sie sich die Gebrüder Grimm nicht besser hätten ausdenken können.

Der Pastor des Ortes zu den Maimännern: "Nach dem Maifest, wenn Ihr bei mir zur Beichte kommt, dann braucht Ihr nur zu sagen, daß Ihr von der Maigesellschaft seid. Dann weiß ich genau was mich erwartet.

"Um die Tradition des Hühneressens aufrecht zu erhalten, mußten auch wieder die dafür benötigten Hühner beschafft werden. Äußerst listige Diebe deckten das Dach einen Hühnerstalls ab und könnten sich so einige Hühner recht preisgünstig unter den Nagel reißen.

Ein Maimann, in Folge der ständig flüssigen Nahrung an Durchfall leidend, hängte seine leicht befleckte Unterhose zum Lüften ins Toilettenfenster.

Beim setzen des Maibaumes mußte ein Maimann den Baum leicht anspitzen. Leider traf er dabei mit der Axt öfter das Flachdach als den Baum. Die Überraschung kam dann beim nächsten Regen, als der Kronleuchter voll Wasser lief. Dies war dann doch zu viel für die Eltern der Maifrau. Sie durfte nicht mitmachen beim Maifest.

Bevor Habbelrath seinen eigenen Dorfsheriff zugeteilt bekommen hat, waren wir beim Aufstellen der Bäume immer auf uns selber gestellt, was den Verkehr angeht. So geschah es in einem Jahr, daß die Hauptverkehrsstraße in Habbelrath (L277) von der Maigesellschaft kurzerhand mit einem Privat-PKW, aufgerüstet durch ein gelbes Rundumlicht, und mehreren Warndreiecken komplett gesperrt wurde. Die Umleitung des Verkehrs nahmen unsere Maifrauen in die Hand. Erst als der Baum stand, wurde die Vollsperrung wieder aufgehoben.

Beim traditionellen Grillfest ließ sich ein Maimann zu einem Striptees hinreißen. Die dafür nötige Bühne fand er in Form des vom Bierlieferanten ausgeliehenen Kühlwagens. Leider war der für solche Aktionen wohl nicht konstruiert, denn am nächsten Morgen mußte vor dem Abgeben die ein oder andere Beule aus dem Dach gedrückt werden.

Während der Versteigerung wartete eine Maifrau auf ihren Maimann, seines Zeichens auch Ihr Freund. Als die Maimänner schließlich in die Straße einbogen, sah sie, daß ihr Freund sämtliche Sinne im Zuge des Alkoholkonsums verloren hatte. Als sie dann ausgerufen wurde, sprang er auf und wollte sich selbst zu seiner Maifrau "beglückwünschen". Dieser war das dann aber entschieden zu viel. Sie schnappte sich ihn am Kragen und schleuderte ihn gegen das Garagentor, von wo er nur noch auf eine Bank fiel.

Wie jedes Jahr führ die Maigesellschaft mit dem Bus vom Maifest Inden zurück nach Habbelrath. Es war ruhig geworden. Plötzlich fuhren einige erschrocken auf. Was plätschert denn da ? Es stellte sich heraus, daß ein Maimann das viele Bier nicht so gut vertragen hatte und sich nun schlafend erleichterte. Der Rest staunte nicht schlecht darüber.

Es war geschehen: Einer Maifrau war der Maibaum gestohlen worden. Und es war ein so schöner Baum gewesen. Was tun ? Auf der Rückfahrt vom Maifest Berrenrath quetschten sich acht Personen in Mutters Auto (VW Golf !!!). Dazu kam noch einer, der sich in bester Hollywood-Manier auf der Motorhaube festkrallte. So ging es dann, wild entschlossen, das Prachtstück wiederzuholen, los. Dieses Vorhaben wurde dann auch in die Tat umgesetzt. Der Baum wurde geschultert und zurück nach Habbelrath gebracht.

Da die Maifeste in Inden und Königsdorf beide am gleichen Wochenende stattfanden, entschloßen sich einige während der Rückfahrt aus Inden, noch mal in Königsdorf vorbei zu schauen. Dazu ließ man sich an der dortigen Kreissparkasse zum "nachladen" absetzen. Zufällig kam die Cousine eines der Maimänner vorbei und wurde prompt angehalten. Um sich den langen Fußweg zum Zelt zu ersparen schafften wir es auch hier wieder, uns mit acht Mann in einen Wagen, in diesem Fall Opel Astra, zu quetschen.

Als unser "Meister" mal wieder sein preisgekröntes Liedchen anstimmte, ließen es sich die anderen Maimänner nicht nehmen, ihm durch kollektives Niederknien ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Dies überlebte die Hose eines Maimannes nicht, so daß er mit einer "Funnef in der Bootz" nach Hause kam. Erschwerend kam hinzu, daß es sein erstes Maifest gewesen war, und seine Eltern sowieso nicht begeistert von seiner Teilnahme waren. Doch irgendwie muß er das dann doch noch hingebogen bekommen haben, dann im nächsten Jahr war er trotzdem wieder mit von der Partie.

Beim Wecken erschien einem Maimann der Weg bis zur Königin wohl zu weit, so daß er sich kurzentschlossen auf ein vorm Kiosk geparktes Fahrrad schwang und es stolz zu seinem "Moped" erklärte. Als kurz darauf die Polizei im Garetn der Königin erschien, sprang er kerzengrade vom Stuhl auf und gestand die Tat mit dem Ausruf " Ich war´s !!!". Nach Rückgabe der Beute und versuchter Bestechung durch das ein oder andere Bier kam er mit einer mündlichen Verwarnung davon.

Die Trinkfestigkeit der Habbelrather wurde in den letzten Jahren des öfteren unter Beweis gestellt. So schaffte man es in einem Jahr, die für Samstag und Sonntag gedachten Vorräte des Zeltwirtes an flüssiger Nahrung am ersten Tag schon fast vollständig zu vernichten. Für den Sonntag mußte dieser dann neues Bier besorgen. Und auch auf den Kennenlernabenden sind solche Probleme nicht unbekannt. So haben wir es schon mal geschafft, daß plötzlich keine Fäßchen mehr für uns da war, so daß der Nachschub kranzweise rangeschafft werden mußte.

Beim Setzen der Maibäume bewaffnete sich einer der Maimänner mit dem Vorschlaghammer, um damit den Maibaum in das Loch zu prügeln. Dies tat er dann auch mit solch einem Eifer, man munkelt auch, der Hammer sei schwerere gewesen als er selber, daß plötzlich beim Ausholen die Koordination versagte und der Hammer statt am Baum auf seinem Schädel landete und er sich eine ordentliche Beule einfing. Als er es dann im darauffolgenden Jahr nochmals versuchte, verfehlte er abermals den Baum und platzierte den Hammer im dicksten Matsch, so daß er von oben bis unten versaut wurde. Dies war dann auch das letzte mal, daß man ihn mit einem Vorschlaghammer in der Hand gesehen hat.

Beim Holen der Maibäume im Kerpener Wald stand man mit Traktor und LKW am Waldesrand und tankte Kraft für den letzten Baum, als ein älterer Herr beim Rückwärtsfahren mit seinem Wagen in den Graben rutschte. Unter lautem Gelächter schaffte man mit vereinten Kräften den Wagen wieder dahin, wo er hingehört.

Ein Dörpremmel wollte sich etwas ganz besonders Gutes tun und suchte sich eine riesigen Baum für den Dorfplatz aus. Als man dieses Monstrum jedoch nach dem Fällen auf den Hänger verfrachten wollte, schafften es die Maimänner gerade mal, das gute Stück ca. 20 cm hoch zu heben, dann war Schluß. Der Remmel mußte sich wohl oder übel einen andern Baum aussuchen. Doch diese Art der Selbstüberschätzung befällt nicht nur Dörpremmel. So steht dort auch eine Birke, die schon mehrfach von Königen und Knechten ausgewählt worden ist, jedoch beim Abholen der Bäume vom Rest der Mannschaft immer wieder als zu groß und zu schwer beurteilt wird, und das mit Recht.

In einem Jahr waren die drei Maibäume nach dem Verladen auf den Hänger hinten extrem breit und ließen sich auch mit den besten Tricks nicht bändigen. Mit mulmigem Gefühl machten wir uns schließlich trotzdem auf den Weg nach Habbelrath. Doch noch im Wald kam der erste Schock. In einer Kurve stand ein PKW nah am Weg geparkt. Langsam tasteten wir uns dran vorbei, bis der Wagen auf einmal halb unter den Bäumen hing. Zurück ging auch nicht mehr, ohne den Wagen zu zerkratzen. Zum Glück kam schon bald der Besitzer und setzte den Wagen weg, dem Gott sei Dank nichts passiert war. Auf der anschließenden Fahrt Richtung Habbelrath ging dann bis auf den ein oder anderen gefällten Leitpfosten alles gut.

MAIFESTE